Limonade und Ostern

Ein Gastbeitrag von Alois Reinhard, Luzern

Kürzlich bin ich auf das Bilder-Buch „Limonade“ von Jutta Bauer gestossen.

Alle Freunde und Freundinnen folgen der Einladung eines Mädchens zur Geburtstagsfeier. Und sie feiern bei einer wunderbaren Limonade. Da klopft es. Wer steht da? Der Tod. Auch er will zum Geburtstag gratulieren. Er setzt sich an den Tisch; das Mädchen schenkt ihm Limonade ein und der Überraschungsgast übergibt dem Geburtstagskind eine tickende Uhr. Alle haben es schön und lustig miteinander. Und die Mutter tanzt sogar mit dem Tod. Als die Limonade zu Ende geht, verabschieden sich alle. Nur der Tod bleibt noch ein Weilchen; dann verschwindet auch er. Der Mond leuchtet, die geschenkte Uhr tickt; und das Mädchen freut sich über den schönsten Geburtstag seines Lebens.

Das Bilderbuch könnte auch heissen: Angesichts des Todes erfüllt leben“.

Das tun Menschen, wenn sie herzhaft lachen, wenn sie trösten und sich trösten lassen, wenn sie Licht und Wärme erhalten und weiterschenken. Sie tun es, wenn sie den Mut aufbringen, auch Angst zu haben. Sie leben es, wenn sie nicht alles aus eigener Kraft und nicht alles perfekt machen müssen. Sie tun es, wenn sie Herausforderungen als Chancen wahrnehmen, wenn sie Neues wagen, wenn sie vergeben und sich vergeben lassen. Wir tun es, wenn wir nicht unter dem Zwang stehen, alles verstehen zu müssen. Wir leben es, wenn wir für dieses Leben und über dieses Leben hinaus eine Hoffnung haben.

Ob „Limonade“ was mit Ostern zu tun hat?

 

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