wandeln, sich wandeln, Wandel gestalten

Ich habe mich schon oft gewandelt.Meist habe ich selbst es erst am Ende gemerkt. Wenn andere plötzlich sagten: du siehst so anders aus. Wenn ich eine neue Stelle fand und so begriff: ich will eine andere Arbeit. Immer frage ich mich, ob ich, wenn ich mich wandle, eigentlich zu etwas werde, was noch nie da war. Im Rückblick ist nämlich vieles von dem, was ich wurde, nahe an dem, was zu werden ich mir einmal gewünscht habe. Werde ich also nur so, wie ich selbst denken kann?

Oder kann ich zu etwas werden, was es noch  nicht gibt? Liegt in mir ein Potential, eine Möglichkeit, ein Mehr, eine Kraft, die aus mir etwas macht, frisch wie der Fisch im Wasser und irgendwie ganz und gar neu? „uns ist noch nicht erschienen, was wir sein werden“, ein Wort aus dem 1. Johannesbrief Kapitel 3, 2  klingt in mir an und eine Erinnerung an einen Text von Dorothee Sölle. Ich habe oft Sehnsucht, dass ich mich auch noch wandeln könnte in etwas völlig Neues.

Woher kommt das Neue? In vielen Diskussionen wird jetzt darüber nachgedacht, ob unser System, ob die Gesellschaft, in der wir gerade sind, ein bedingungsloses Grundeinkommen vertragen und managen kann. Realpolitisch gibt es gute Gründe, das zu verneinen. Und so denken wir von dem aus, was wir schon sind zu den Grenzen, die wir dabei wahrnehmen. Wir denken das Problem weiter und grösser.Aber vielleicht erscheint in dieser Idee etwas, was wir sein könnten?

Ein Wandel, eine Lösung zweiter Ordnung ist oft absurd. Sie ist nicht logisch, sondern überraschend. Wir könnten Menschen sein, die unseren Wert nicht von unserer Arbeit her bemessen. Fast nicht vorstellbar für mich. Aber vielleicht dennoch möglich?

Mit diesem Gedanken werfe ich das Blogstöckchen, das hier kreist, weiter zu Ruth Eberle. Wo denkst du weiter, Ruth?

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