Ganz schön still

„Die Aufnahme von Medienprodukten nimmt heute die Stelle ein, die früher das Gebet hatte“, habe ich die Tage irgendwo gelesen. Heute nehmen wir pausenlos Medienprodukte auf. Vielleicht kann uns die Art, wie in Klöstern das Gebet organisiert wird, anregen, unseren Medienkonsum zu organisieren. In der Bibel heisst es zwar „Betet ohne Unterlass!“. In der klösterlichen Tradition wurde das aber in sieben Gebetszeiten umgesetzt, die über den Tag verteilt sind. Daneben ist noch Zeit für anderes. Ora et…

Sieben Medienzeiten am Tag. Das könnte doch reichen. Und noch Zeit für Anderes übrig lassen. Vielleicht lässt sich dann ab und zu eine der Medienzeiten  wieder zu ihrem Ursprung zurückführen und in eine Gebetszeit verwandeln. In Kommunikation, bei der das Gegenüber geheimnisvoll bleibt und mich anregt, auch geheimnisvoll zu bleiben und bei mir. Vielleicht sogar still zu werden. Es kann ganz schön still werden.

Peter Zürn

Bild: Michael Foote  / pixelio.de

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